Roadtrip durch die USA – Der ultimative Camping-Guide
    ReiseführerRoadtrip durch die USA – Der ultimative Camping-Guide
    🇺🇸Vereinigte Staaten

    Roadtrip durch die USA – Der ultimative Camping-Guide

    Alles, was du über eine USA-Reise mit dem Wohnmobil wissen musst.

    1.Überblick

    Nur wenige Länder auf der Welt sind so perfekt für Roadtrips gemacht wie die USA. Hier sind Straßen mehr als reine Verbindungen – sie sind ein Erlebnis für sich. Endlose Highways führen durch Wüsten, Wälder, Gebirge und entlang spektakulärer Küsten und verbinden einige der eindrucksvollsten Landschaften der Erde. An einem Tag fährst du vorbei an schneebedeckten Gipfeln, am nächsten durch rote Felscanyons, über vulkanische Ebenen oder entlang steiler Klippen am Ozean. Entfernungen werden hier eher in Tagen als in Stunden gemessen, und oft bleibt die Reise selbst länger in Erinnerung als das eigentliche Ziel.

    Legales Freistehen, riesige öffentliche Flächen und ein einmaliges Netz an Panoramastraßen machen es leicht, das Land in deinem eigenen Tempo zu erkunden – egal ob du Nationalparks entdecken, abgelegene Wüstenpisten fahren oder legendären Routen wie der Route 66 oder dem Highway 1 folgen möchtest.

    Dieser Artikel wurde von Rebecca von RumsAdventure geschrieben. Gemeinsam mit ihrem Mann ist sie auf einer 14-monatigen Overland-Reise den Panamericana Highway von Kanada bis nach Argentinien gefahren. Unterwegs nutzte Rebecca CampPilot, um Übernachtungsplätze zu finden, die nächsten Etappen zu planen und spannende Sehenswürdigkeiten entlang der Route zu entdecken.

    Rebecca in den USA
    Rebecca in den USA

    2.Ankunft in den USA – So startest du deinen Roadtrip

    Es gibt zwei grundlegende Wege, deine Roadtrip-Reise durch die USA zu starten: Du kannst ins Land fliegen und vor Ort ein Fahrzeug mieten oder kaufen – oder du reist mit deinem eigenen Fahrzeug an, nachdem du es nach Nordamerika verschifft hast.

    Für die meisten Reisenden ist die Anreise per Flugzeug die einfachste und flexibelste Option. Große internationale Flughäfen wie New York, Los Angeles, San Francisco, Miami oder Seattle sind hervorragend angebunden und bieten direkten Zugang zu Mietwagen, Wohnmobilen und Campervans. Einwegmieten sind in den USA weit verbreitet und machen es leicht, lange Strecken quer durchs Land zu planen. Wenn du mehrere Monate unterwegs bist, kann es sich sogar lohnen, ein Fahrzeug zu kaufen und am Ende der Reise wieder zu verkaufen.

    Overlander und Panamericana-Reisende wählen häufig einen anderen Weg und reisen über Kanada ein. Der Fahrzeugversand aus Europa nach Halifax ist oft günstiger und unkomplizierter als direkt in die USA. Von dort aus ist die Einreise in die Vereinigten Staaten auf dem Landweg in der Regel problemlos – vorausgesetzt, du hast die nötigen Dokumente dabei und führst dein Fahrzeug nur vorübergehend zu touristischen Zwecken ein.

    Mit dem Grenzübertritt von Kanada in die USA beginnt für viele eines der legendärsten Roadtrip-Abenteuer der Welt: ein Land, das wie geschaffen ist für Autofahren, grenzenlose Freiheit und lange Reisen auf eigener Route.

    3.Dokumente und Einreise

    Die USA sind für viele Reisende ein zentraler Bestandteil der Panamericana und überzeugen vor allem durch ihre enorme landschaftliche Vielfalt, eine hervorragende Infrastruktur und vergleichsweise einfache Reisebedingungen. Für deutsche Staatsangehörige ist die Einreise in der Regel unkompliziert. Voraussetzung ist ein gültiger Reisepass sowie eine ESTA-Genehmigung, die online beantragt wird.

    Diese ist meist innerhalb weniger Minuten verfügbar und erlaubt einen visafreien Aufenthalt von bis zu 90 Tagen. Wer länger bleiben möchte, muss ein entsprechendes Visum (B2 Touristenvisa) bei der jeweiligen Botschaft bzw. Konsulat beantragen. Dieser Prozess kann bis zu 3 Monaten dauern und man muss persönlich im Konsulat bzw. der Botschaft erscheinen.

    Für das Fahrzeug werden der Fahrzeugschein, eine gültige Haftpflichtversicherung für die USA (segurogringo.com) sowie ein (internationaler) Führerschein empfohlen.

    4.Routenplanung

    Die Routenführung durch die USA ist extrem variabel. Das Land ist riesig, hervorragend erschlossen und erlaubt nahezu unbegrenzte Möglichkeiten zur individuellen Planung. Viele Reisende starten an der Ostküste, etwa in New York oder Florida, und bewegen sich langsam Richtung Westen. Andere setzen direkt an der Westküste an oder reisen von Kanada kommend in die nördlichen Bundesstaaten ein. Das amerikanische Straßennetz ist eines der besten der Welt, Highways und Interstates sind gut ausgebaut und ermöglichen schnelle Distanzen, während Nebenstraßen oft durch beeindruckende Landschaften führen.

    Zu den landschaftlichen Höhepunkten zählen die großen Nationalparks wie Yellowstone, Yosemite, Zion, Bryce Canyon, Grand Canyon, Arches, Death Valley oder Great Smoky Mountains. Auch Regionen wie der Südwesten, die Rocky Mountains, die Pacific Coast oder der tiefe Süden bieten völlig unterschiedliche Eindrücke. Städte wie New York, San Francisco, Los Angeles, Las Vegas, New Orleans oder Chicago setzen urbane Kontraste zur Natur und sind für viele ein fester Bestandteil der Route.

    Die schiere Größe des Landes prägt das Reisen stark. Entfernungen zwischen Orten sind groß, dafür ist die Infrastruktur hervorragend. Tankstellen, Supermärkte und Werkstätten sind selbst in abgelegenen Regionen meist gut erreichbar. Gleichzeitig gibt es weite Gebiete, insbesondere in Wüsten- oder Bergregionen, in denen eine vorausschauende Planung notwendig ist.

    Die meisten Panamericana Reisenden, so auch wir, reisen von Kanada in den Nordwesten der USA ein.
    Im Bundesstaat Washington begeistert der Olympic Nationalpark mit hohen Bergen, Seen und Küsten Regenwäldern. Hier ist auch der Ort Forks zu finden, in dem die berühmte Twilight Saga spielt.
    Vulkane wie der Mount Rainier oder Mount St Helens ragen einsam in den Himmel, das Meer schlägt rau gegen die steinigen Küsten.  Der Pacific North West hat so einiges zu bieten.
    Nicht nur Washington, sondern auch Oregon hat wunderschöne Küsten, dichte Wälder und viele Wildtiere und Wanderwege. 

    Einen Abstecher weg von der Küste zum Crater Lake sollte man nicht verpassen. Der See in einem Vulkankrater ist strahlend blau und in seiner Mitte ist eine Insel mit einem eigenen kleinen Vulkan.
    Als absoluter Geheimtipp zählen die Lava Beds, hier gibt es über 1000 begehbare Höhlen, in denen man sich wie ein Höhlenforscher fühlen kann. Außerdem gibt es hier einen der klarsten Sternenhimmel der USA. 

    Crater Lake in Oregon
    Crater Lake in Oregon

    Zurück an der Küste ist man mittlerweile in Kalifornien angelangt. Hier erwarten einen die einzigartigen Küsten Redwood Trees, die über 100 m hoch und mehrere tausend Jahre alt werden können. Ein Spaziergang durch diese beeindruckenden Wälder sorgt nicht nur für Staunen, sondern auch für Nackenschmerzen vom Vielen nach oben schauen. Aber die sind es definitiv wert.
    Über den Highway 1 schlängelt man sich entlang der nordkalifornischen Steilküsten mit vielen Seehunden und wunderschönen Stränden, bis man San Francisco erreicht.


    Eine Fahrt über die berühmte Golden Gate Bridge ist schon etwas Besonderes und auch sonst ist die Stadt in der windigen Bucht ein Highlight. Steile Straßen führen in enge Gassen und zu wunderschönen, bunten Häusern. Der Fishermans Wharf mit dem Pier 39 und seinen zahlreichen Seelöwen und noch mehr Touristen ist genauso ein Muss, wie die Painted Ladies beim Sonnenuntergang.

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    Naturliebhaber verlassen hier die Küste und machen sich auf ins Inland, denn hier warten gleich mehrere Traumhafte Nationalparks.
    Yosemite mit seinem berühmten Half Dome macht den Anfang, gefolgt von weiteren Mammutbäumen in Sequoia und dann nähert man sich unweigerlich dem heißesten Ort der Welt. Dem Death Valley. Hier ist es heiß, sehr heiß. Selbst im Oktober klettern die Temperaturen hier auf 45 Grad Celsius. Während viele Touristen sich nur an der berühmten Bad Water Basin und der Hauptroute aufhalten, gibt es für abenteuerlustige Reisende mit geländegängigem Fahrzeug ein besonderes Highlight: Den Racetrack. 45 km schlechte Schotterpiste führen durch die sengende Hitze mitten in die Wüste zu einer riesigen komplett ebenen Fläche. Auf über 5 km ist der Höhenunterschied nahezu 0.


    Der Name Racetrack kommt allerdings von einem anderen Phänomen, das Wissenschaftler Jahrzehnte vor große Rätsel stellte. Bis zu 350kg schwere Steine bewegen sich scheinbar selbständig über den Sand und hinterlassen dabei teils Kilometer lange Spuren. Lange konnte man sich die Umstände nicht erklären und es gab verschiedene Theorien, dass Aliens die Steine bewegen würden. 2014 konnte das Rätsel dann mit hilfe von Langzeit Kameras gelöst werden. Nachtfrost bildet dünnes Eis (3-6 mm), das bei Sonneneinstrahlung in Schollen zerbricht und vom leichten Wind (ab Windstärke 3) getrieben die Steine über nassen Untergrund schiebt – mit Geschwindigkeiten von 2-5 m/min.
Ein Stein namens “Karen” (320 kg) hinterließ einmal 224 m Spur in einem Monat; das Ereignis ist selten und braucht Regen plus Frost.

    Während im Death Valley alles tot und teilweise menschenleer ist, blüht in Las Vegas das Leben. Blinkende Neonreklamen und Musik von allen Ecken und Kanten, schrille Straßenkünstler und das Versprechen des großen Glücks definieren die absolut surreale Stadt inmitten der Wüste. Während im Umland alles karg und trocken ist, fahren Gondoliere in einem nachgebauten Venedig über die Kanäle und vorm Caesars Palace sprudelt eine Fontäne größer als die Nächste in die Höhe. Der Stromverbrauch in dieser Stadt muss enorm sein, um all die blinkenden Lichter und Klimaanlagen in Gang zu halten. Las Vegas ist definitiv nicht von dieser Welt und muss unbedingt besichtigt werden. Dazu gehört natürlich auch ein bisschen Glücksspiel im Casino. Mindesteinsätze gibt es hier meist nicht, weshalb auch für den Reisenden mit knappem Budget mal eine Runde Roulette oder Poker drin ist. Wichtig ist nur, zum richtigen Moment aufzuhören. 
    All die benötigte Energie kommt vom riesigen Hoover Dam, dem größten Stausee der USA. 

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    Folgt man hier der Route 66, gelangt man zur größten Schlucht der Welt. Dem Grand Canyon. Und groß ist nicht nur der Canyon, sondern auch die Schlange vor den Einlasstoren.
    Aber jede Minute Stau lohnt sich, wenn man morgens zum Sonnenaufgang am Rand des gigantischen Abgrundes steht und sich die Felsen von dunkelgrau langsam aber sicher in alle erdenklichen Rot- und Orange-Töne färben. 

    Wir bleiben bei roten Felsen, doch diesmal geht es bergauf statt bergab.
    Im Zion Nationalpark ragen die Gipfel bis zu 2600m in die Höhe. Wer mutig ist und etwas Glück in der Lotterie hat, traut sich auf einen der gefährlichsten Wanderwege der Welt: den Angels Landing Trail. Der Weg führt an Ketten und über steile Stufen über einen schmalen Grad immer weiter bergauf. Ein falscher Schritt und es geht 450m in die Tiefe. Die gigantische Steilwand ist auch von weiter unten beeindruckend, oben angekommen zu sein, ist aber ein besonderes Highlight. 

    Angels Landing Wanderung - man muss amn Vortag bei der Lotterie teilnehmen und auf ein Ticket hoffen, da der Zugang aus Sicherheitsgründen begrenzt ist.

    Für alle mit Höhenangst eignen sich die Zion Narrows, hier kann man mehrere Kilometer durch einen engen Canyon wandern. Aber Achtung, nasse Füße inklusive

    Canyons bestimmen die Landschaft auch weiterhin und so kommt man vorbei am Bryce Canyon in ein weiteres unterschätztes Naturjuwel. Das Grand Staircase Escalante National Monument, wo man wunderschöne Wanderungen durch enge Canyons machen kann und traumhafte schöne Nachtplätze findet.

    Utah ist das Offroader Paradies der USA und das zu Recht. Es gibt hunderte Kilometer Pisten durch raue Wüstenlandschaften mitten im Nirgendwo.  Moab ist die Off Road Hauptstadt der Staates und hier findet man nicht nur unendlich viele Geländewagen, sondern auch Shops, die jegliche Ersatzteile für gerade diese Geländewagen verkaufen.
    Wer lieber auf der Straße unterwegs ist, findet in Moab den berühmten Arches Nationalpark und den Canyonlands Nationalpark. Beide sind sehr beeindruckend. 

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    Für das Hollywood Feeling a la Wild West ist hier definitiv gesorgt. Ein Highlight ist unbestreitbar die sehr lange Straße, die ins Monument Valley führt. Hier lief schon Forrest Gump und beschloss bei dem Anblick, lieber einfach mal Stehen zu bleiben. Wir können ihn auf jeden Fall verstehen.


    Arizona hat neben wunderschönen Orten wie Sedona, aber auch noch die berühmten Riesenkakteen zu bieten, die bis zu 15 Meter in die Höhe ragen und oft an Nachtplätzen zu finden sind. 

    Beeindruckende Pflanzen findet man auch im Joshua Tree Nationalpark im Süden Kaliforniens.
    Von hier aus ist es nur noch ein kleines Stück zu berühmten Städten wie Los Angeles oder San Diego. Hier kann man das kalifornische Lebensgefühl spüren, wenn die Jogger im November oben ohne vorbeilaufen und die Surfer mit den Delfinen um die besten Wellen kämpfen.

    5.Campinginfrastruktur

    Das Camping ist in den USA tief in der Kultur verankert. Es gibt ein dichtes Netz an Campgrounds, RV Parks und staatlichen Campingplätzen. Private RV Parks sind oft sehr komfortabel, aber auch entsprechend teuer. Die Campingplätze in National- und State Parks sind vergleichsweise günstig, meist einfach ausgestattet und sehr naturnah. Häufig verfügen sie über Picknicktische und Feuerstellen, jedoch nicht immer über Duschen oder Stromanschlüsse. Viele Plätze müssen insbesondere in beliebten Regionen frühzeitig reserviert werden, meist über recreation.gov. Über die App hat man außerdem einen guten Überblick, wie voll Parks schon sind.


    Auf amerikanischen Campingplätzen muss man sich bei aller Ruhe aber auch an das Geräusch von Stromgeneratoren gewöhnen. Amerikanische Campingmobile sind riesig und haben oft einen hohen Strombedarf. Solarpanels sind hier jedoch noch nicht in der Campingwelt angekommen. Einige Plätze haben daher Bereiche, in denen keine Generatoren erlaubt sind oder nur zu bestimmten Zeiten laufen dürfen.

    Auch das Freistehen ist in den USA grundsätzlich möglich, allerdings regional unterschiedlich geregelt. Auf BLM-Land (Bureau of Land Management, welches oft in den Wüstengebieten zu finden ist und National Forest Land in waldigen Regionen, ist sogenanntes Dispersed Camping meist erlaubt, solange keine lokalen Verbote bestehen und die Leave-no-Trace-Regeln eingehalten werden. Besonders im Westen der USA gibt es unzählige legale, kostenfreie Stellplätze in spektakulärer Umgebung.

    In Nationalparks selbst ist Wildcampen nicht gestattet.

    6.Beste Reisezeit

    Die beste Reisezeit hängt stark von der Region ab. Grundsätzlich gelten Frühling und Herbst als ideal, da die Temperaturen moderater sind und weniger Reisende unterwegs sind. Der Sommer eignet sich besonders für nördliche Regionen und Hochlagen, während es im Süden und in Wüstengebieten extrem heiß werden kann. Winter bringen in vielen Nationalparks Schnee und Straßensperrungen, bieten dafür aber Ruhe, besondere Lichtstimmungen und weniger Besucher.

    7.Dienstleistungen & Zubehör

    Die Versorgungsinfrastruktur ist nahezu perfekt. Supermärkte wie Walmart sind flächendeckend vorhanden und bieten ein riesiges Sortiment. Tankstellen sind zahlreich, Kraftstoffpreise im internationalen Vergleich moderat. Werkstätten, Ersatzteile und Fahrzeugzubehör sind leicht verfügbar, wobei auch hier europäische Fahrzeuge gelegentlich eine Herausforderung darstellen können. Größere Ketten arbeiten oft strikt nach System, während kleinere Werkstätten flexibler reagieren.

    8.Internet

    Beim Thema Internet und Kommunikation sind die USA sehr unterschiedlich aufgestellt. In Städten und Ballungsräumen ist der Mobilfunk hervorragend, in ländlichen Gegenden und Nationalparks jedoch oft stark eingeschränkt oder nicht vorhanden. Prepaid-SIM-Karten lassen sich einfach erwerben, z.B. eSims über MintMobile https://www.mintmobile.com/ oder physische SIMs über AT&T. WLAN ist in Cafés, Bibliotheken, Visitor Centern und oft auch auf Campingplätzen verfügbar. Für Reisende, die viel abseits der Zivilisation unterwegs sind, bietet Starlink eine enorme Unabhängigkeit.

    9.Kosten & Sicherheit

    Kostenmäßig liegen die USA im mittleren bis oberen Bereich. Lebensmittel sind meist günstiger als in Kanada, Restaurantbesuche hingegen können schnell teuer werden. Campingplätze in Nationalparks sind preiswert, private RV Parks dagegen oft kostspielig.

    Es gibt keine landesweite Maut, jedoch gebührenpflichtige Brücken, Tunnel und einzelne Highways, insbesondere im Osten. Fähren, etwa nach Vancouver Island oder innerhalb der Küstenregionen, sind moderat bepreist.
    Kraftstoff wird in Gallonen bepreist und ist im Schnitt günstiger als in Europa.


    Mehrwertsteuersätze unterscheiden sich je nach Bundesstaat, sodass es sich lohnt, teure Anschaffung in Bundesstaaten mit geringer Mehrwertsteuer (z.B. Alaska und Oregon) zu tätigen.
    Im Supermarkt sind alle Preise nur netto angeschlagen, sodass es an der Kasse zu Überraschungen kommen kann.

    Sicherheit

    In puncto Sicherheit gelten die USA insgesamt als gut bereisbar, erfordern jedoch eine realistische Einschätzung regionaler Unterschiede. In Großstädten kann es vereinzelt zu Diebstahl oder Kleinkriminalität kommen, während ländliche Regionen meist sehr ruhig sind. Naturgefahren wie Hitze, Sturzfluten, Waldbrände oder Schneestürme sollten ernst genommen und bei der Planung berücksichtigt werden. Die medizinische Versorgung ist ausgezeichnet, allerdings teuer, weshalb eine umfassende Krankenversicherung zwingend notwendig ist.
    Die Kommunikation auf englisch ist für die meisten Europäer problemlos machbar, was vor Missverständnissen schützt.

    10.Lebensmittelversorgung

    Kulinarisch bieten die USA eine enorme Bandbreite, von Fast Food über regionale Spezialitäten bis hin zu internationaler Küche. Essen gehen ist vielerorts teuer, während Selbstverpflegung vergleichsweise günstig bleibt. Große Supermärkte erleichtern das Kochen unterwegs erheblich, was für Langzeitreisende oft die praktikabelste Lösung ist.

    Insgesamt sind die USA eines der einfachsten, komfortabelsten und abwechslungsreichsten Länder für eine Panamericana-Reise. Die Kombination aus grandioser Natur, perfekter Infrastruktur und großer Reisefreiheit macht sie zu einem idealen Abschnitt auf dem Weg nach Süden.

    11.Fazit - Camping in den USA

    Kaum ein anderes Land lässt sich so einfach und entspannt bereisen wie die USA – und kaum eines ist so vielfältig. Zwischen grandioser Natur, hervorragender Infrastruktur und grenzenloser Freiheit wird dieser Abschnitt der Reise nach Süden unvergesslich.