
45-Day Road Trip







Distance
11656 km
Duration
45 days
Stopovers
72
Es gibt Roadtrips und es gibt diesen hier. Wer sich ca. 45 Tage Zeit nimmt und von Halifax an der Atlantikküste bis zum Arktischen Ozean in Tuktoyaktuk fährt - und dann über die Pazifikküste zurück - der hat nicht einfach Kanada bereist. Der hat es erlebt. Dieses Land ist unvorstellbar groß, und genau das bekommst du auf dieser Route zu spüren: die salzige Meeresluft Nova Scotias, der Donner der Niagarafälle, die endlose Weite der kanadischen Prärie, das erste Auftauchen der Rockies am Horizont wie eine Kulisse aus einem anderen Film, die überirdische Schönheit des Icefields Parkway zwischen Banff und Jasper - und dann der Dempster Highway, der schmale Schotterstreifen, der dich durch Yukon und die Nordwest-Territorien bis ans Ende der Welt führt.
Tuktoyaktuk. Tuk, wie die Leute dort sagen. Eine Inuit-Gemeinde am Beaufort Sea, erreichbar erst seit 2017 ganzjährig per Straße. Hier hörst du das Eis knacken, siehst Belugawale im flachen Wasser, und stehst mit beiden Füßen im Arktischen Ozean. Es gibt keinen dramatischeren Endpunkt für eine Camperreise in der nördlichen Welt.
Die Rückreise ist dabei kein Abstieg - sie ist ein eigenes Kapitel: zurück durch den Yukon über den Alcan-Border nach Alaska, runter durch Tagish und Stewart, entlang der spektakulären BC-Küste und Haida-Gwaii-Inselwelt, über Vancouver Island mit dem Pacific Rim National Park, dem Telegraph Cove und dem San Josef Bay, bis nach Neah Bay und Sekiu an der Nordwestküste der USA. 72 Stopps. Ein einziger Camper. Dein Leben auf Rädern.
Bei Sonnenaufgang am Leuchtturm von Peggy's Cove stehen, wenn die Touristenbusse noch nicht da sind
Frisch gekochten Hummer direkt aus dem Hafen in Lunenburg essen - am besten mit Butter und Meerblick
Die Niagarafälle einmal im Morgengrauen erleben, bevor die Tagestouristen kommen
Entlang der einsamen Nordküste des Lake Superior campen, wo der See wie ein Meer aussieht
Bisons im Riding Mountain Nationalpark aus dem Camper heraus fotografieren
Lake Louise bei Morgengrauen sehen, bevor der Ansturm kommt - das türkise Wasser im ersten Licht vergisst man nie
Den Icefields Parkway an einem Tag ohne Eile fahren - jede Kurve ein neues Bild
Den Dempster Highway komplett fahren - von Dawson City bis Tuktoyaktuk, Schotter und alles
Den Arktischen Ozean berühren. Einfach so. Weil man es kann.
Wale vom Kajak aus beobachten in Telegraph Cove, BC
Die Long Beach auf Vancouver Island bei Sturm erleben
In Neah Bay, Washington - dem nordwestlichsten Punkt der kontinentalen USA - ins Wasser springen
Du fährst durch Banff, Jasper, Pukaskwa und Pacific Rim - alle Nationalparks Kanadas verlangen einen Parks-Pass. Der Discovery Pass (ca. 80 CAD pro Person, ca. 145 CAD für Familien/Gruppe) ist unbegrenzt für alle Parks Canada Standorte gültig und zahlt sich ab dem dritten Nationalpark aus. Kaufen unter parks.canada.ca oder an den Parkeingängen.
Der Dempster überquert den Peel River und den Mackenzie River via Fähre (Sommer) bzw. Eisbrücke (Winter). In der Übergangszeit (typisch: Oktober–November und April–Mai) ist kein Überqueren möglich. Aktuelle Straßen- und Fährinfos unter 511yukon.ca und gov.nt.ca/highways.
Von Nova Scotia bis zur Pazifikküste trifft man Schwarz- und Braunbären. Bärenpfefferspray immer griffbereit. Niemals Essen außerhalb des Fahrzeugs lassen. Kühler im Freien sind in Bärenzonen problematisch. In Nationalparks gibt es oft Bären-Stellplatz-Auflagen. Der Dempster und die Arktis haben Grizzlies - hier ist erhöhte Wachsamkeit angebracht.
Yukon und Nordwest-Territorien im Juni/Juli sind berühmt für ihre Stechmücken-Intensität. DEET 30–40% ist kein Komfort, sondern Überlebensstrategie. Ein Moskitonetz für Kopf und Schlafbereich mitführen. Abendstunden in feuchten, windstillen Lagen sind am schlimmsten. Das ist kein Gerücht.
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